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Grenzen setzen und sich selbst abgrenzen. Ein kleiner Leitfaden zur Steigerung deiner Lebensqualität.

Aktualisiert: 13. Okt. 2024

Dieser wundervolle Lebensphase um die 50, die «Lebensmitte», eine Zeit des Wandels und der Reflektion, in der unser Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse und Prioritäten mehr Raum und Zeit einnimmt. In diesem Artikel möchten wir uns mit der Bedeutung von Grenzen setzen und Abgrenzung für uns Frauen befassen und wie diese Tools dazu beitragen können, unsere Lebensqualität zu steigern.

Für viele Frauen ist das immer noch Tabuthema und sie trauen sich nicht, die Verantwortung für sich zu übernehmen und sich auf das Abenteuer dieser spannenden Lebensphase einzulassen . Eine Phase, in der Frauen sich das Leben nach ihren Regeln und Vorstellungen kreieren können, den Mut zu zeigen, das zu tun, was sie lieben und ihrem Herz zu folgen.


Wer kennt ihn nicht, den Begriff People Pleasing, aber was ist das überhaupt? «Eine Person, die stets bemüht ist, anderen gefallen zu wollen. Das Wahren und aufrecht erhalten von Harmonie und das Vermeiden von Konflikten unter allen Umständen. Und erfüllen so die Erwartungen der Anderen und stellen die eigenen Bedürfnisse hinten an…um am Ende von der anderen Person gemocht zu werden.

Jedoch, die Gesellschaft hat uns grösstenteils so geprägt, dass wir Frauen zu funktionieren haben und verantwortlich sind für unseren Job, das Heim, Kind und die Familie. Zeit für uns blieb keine mehr.

Heute erlaubt sich die moderne Frau, sich Raum und Zeit für ihre Bedürfnisse zu nehmen, was selten gut ankommt. Ja warum? Weil wir keine klaren Grenzen gesetzt haben.

Denn wenn du Grenzen setzen willst, musst du bereit sein, unter Umständen nicht mehr gemocht oder sogar verurteilt zu werden. Willst du das durch ziehen, braucht es Mut, Disziplin und Fokus, denn Grenzen schaffen Klarheit.

Natürlich können wir auch nonverbal Grenzen setzen, wie das geht? Du verlässt einfach die Situation! Punkt. Diese Möglichkeit ist sehr wertvoll und wird oft falsch interpretiert. Diese Distanz kann genutzt werden, um dich selber abzugrenzen und mit ein paar tiefen bewussten Atemzügen wieder bei dir selber anzukommen. Dabei geht es immer um dich, dass du dich wohl fühlst.


Was Werte mit Grenzen zu tun haben?


Viele Frauen neigen oft dazu, entweder ein Drama zu inszenieren oder sich zu unterwerfen und bei beiden Reaktionen blockieren sie sich selbst.

Öffnest du deine Grenzen, um es der anderen Person rechtzumachen, dann bist du mehr bei der anderen Person als bei dir selbst - und das ist People Pleasing.

Grenzen setzen hat mit Eigenverantwortung zu tun, in dem ich mich verletzliche zeige und mich meinen eigenen Gefühlen und Bedürfnisse öffne. Gesunde Grenzen können nur gesetzt werden, wenn wir bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen für:

  • Die Bereitschaft, das Risiko einzugehen, den anderen zu verletzen

  • Mit den eigenen negativen Ängsten und Gefühlen umgehen zu können

  • Bei uns selbst zu bleiben, auch wenn es «brenzlig» wird


Was sind Werte?

Beginnen wir mit einer wichtigen Grundlage: unseren Werten. Werte sind die grundlegenden Prinzipien, die unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Sie dienen als Leitfaden für unser Handeln und bestimmen, was wir als wichtig und erstrebenswert erachten und wie wir unser Leben und die Beziehungen zu anderen gestalten.

Und ja die Werte können sich in den jeweiligen Lebensphasen ändern. Unsere persönlichen Werte beeinflussen unsere Entscheidungen, das Denken und Handeln.

Es gibt Werte, die wir für uns und unser eigenes Leben haben, sei es für die Persönlichkeitsentwicklung, den Beruf oder die Berufung, das Umfeld, dein Zuhause wo du lebst und es gibt Werte, die du in zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften definierst. 

Je mehr wir nach den persönlichen Werten leben, desto zufriedener werden wir sein.


Bonus: Deine Wertepyramide


Die Wertepyramide für die wichtigsten Lebensbereich finde ich eine wundervolle Idee und sie gibt noch einmal mehr Klarheit. Z.B. Beziehung, Beruf/Job/Business, Gesundheit, Wohlstand etc.


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Was bedeutet es Grenzen zu setzen?

Grenzen setzen bedeutet, klare Linien zu ziehen, die zeigen, was für uns akzeptabel ist und was nicht. Es erfordert Selbstreflexion, die Fähigkeit, unsere eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu kommunizieren, sowie den Mut, für diese einzustehen. Das Setzen von Grenzen ermöglicht es uns, unsere Autonomie zu wahren und uns vor übermäßigem Stress oder Ausbeutung zu schützen.

Wie setzte ich Grenzen?​

1. Beginne mit dir selbst: Nimm dir Zeit, um deine eigenen Werte und Bedürfnisse zu identifizieren. Was ist dir wirklich, wirklich wichtig im Leben?

2. Kommuniziere klar: Drücke deine Grenzen deutlich und respektvoll aus. Verwende klare Sprache und bleibe dabei standhaft.

3. Stehe für dich ein: Sei mutig und steh zu deinen Grenzen, auch wenn es unangenehm sein kann.

4. Akzeptiere die Konsequenzen: Sei bereit, die Konsequenzen deiner Grenzsetzung zu akzeptieren, auch wenn es zu vorübergehender Unannehmlichkeit führen kann.

Wie grenze ich mich ab?

Abgrenzung bedeutet, sich von toxischen Beziehungen, Situationen oder Umgebungen zu distanzieren, die unserem Wohlbefinden schaden. Es erfordert Selbstbewusstsein, Selbstachtung und die Fähigkeit, unsere eigenen Bedürfnisse über die anderer zu stellen, ohne uns schuldig zu fühlen. Sich abzugrenzen ermöglicht es uns, unsere Energie auf die Dinge zu konzentrieren, die uns Freude und Erfüllung bringen.

Ihr Lieben, das Setzen von Grenzen und die Fähigkeit zur Abgrenzung sind wertvolle Fähigkeiten, um unsere Lebensqualität zu verbessern und ein erfülltes Leben zu führen. Indem wir unsere eigenen Werte respektieren, klare Grenzen setzen und uns von negativen Einflüssen distanzieren, können wir ein Leben nach unseren eigenen Vorstellungen kreieren!


Fazit

Die Wichtigkeit, klare Grenzen zu setzen, um ein erfülltes und selbst-bestimmtes Leben zu führen. Oft sind insbesondere Frauen durch gesellschaftliche Erwartungen geprägt, die sie dazu bringen, ihre eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen, um anderen zu gefallen (People Pleasing). Der Beitrag hebt hervor, dass das Setzen von Grenzen nicht nur Mut und Entschlossenheit erfordert, sondern auch die Bereitschaft, Konsequenzen wie mögliche Ablehnung zu akzeptieren. Grenzen zu setzen bedeutet, sich selbst zu respektieren, Verantwortung für die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu übernehmen und sich von negativen Einflüssen zu distanzieren. Letztlich führt dies zu mehr Selbstachtung, Autonomie und Zufriedenheit.

 
 
 

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